Donnerstag, 22. Januar 2015

Wie alles begann (Teil 2) Vom Papierkram bis nach Hamburg und zurück

[…] Anschließend kam der ganze Papierkram. Die Anmeldung an der Schule, das Visum, der neue Reisepass,.. Unzählige E-Mails mit meiner Organisation, weil ich nicht genau wusste, was ich da jetzt ankreuzen bzw. nicht ankreuzen soll.



Ich bekam Kontaktdaten zu einer Schülerin aus Deutschland, die momentan auf dem Upper Hutt College (meine zukünftige Schule) ist. Mit ihr hab ich noch bis heute kontakt, denn es gibt einfach so viel zu erzählen :D und ich bin unglaublich froh, dass ich nicht bei allen Fragen, dem Koordinator für Internationals schrieben muss.


Das OK von meiner Schule in Deutschland war auch so ein Punkt, wo ich befürchtet hatte, dass ich elend lange Gespräche führen muss, erklären warum?, wieso?, weshalb? ausgerechnet nach Neuseeland,… ihr wisst schon Gespräche, Gespräche, Gespräche,.. erzählen, begründen, erläutern, erklären,… Doch auch da waren meine Befürchtungen völlig unbegründet. Ich bekam das OK ziemlich schnell und so stand meinem Traum Neuseeland nichts mehr im Wege :D


…halt da war dann doch noch was, was ich ewig raus gezögert habe. Nämlich, meiner Oma und meinem Opa und allen anderen Verwandten, Freunden, Bekannten von meinem bevorstehendem Abenteuer zu erzählen. Ich wusste nicht, wie alle meine Entscheidung finden und ob sie das für so gut halten. Doch auch da waren meine Sorgen völlig unbegründet (eigentlich so wie immer bei der ganzen Planung :D *zum Glück*). Meine Oma und mein Opa waren Feuer und Flamme (auch wenn vielleicht im ersten Moment nicht so ganz klar war wo Neuseeland liegt. „Das ist doch da bei Brasilien!?“ ) und auch der Rest würde sich am liebsten in meinem Koffer verstecken und als blinder Passagier mitfliegen. Doch das ist bei einem Gepäck von 30kg etwas schwer. 


Das absolute Highlight bei der ganzen Planung, war die Messe „Meet the Schools!“ in Hamburg. Sie fand im März statt und bei dieser Messe stellen sich viele Schulen aus Neuseeland und Australien vor. Natürlich kann nicht jede Schule anwesend sein, dass ist von der Umsetzbarkeit und vom Aufwand her gar nicht machbar. Aber der Direktor für Internationale Schüler von meiner Schule scheute keine Mühen und Kosten und kam extra um mich zu treffen. Hier habe ich auch die Schülerin getroffen, mit der ich schon davor Kontakt aufgenommen hatte. Sie ist vor wenigen Tagen gerade wieder von Neuseeland zurückgekommen und hat sich wahnsinnig gefreut mich in "real live" zu treffen und von ihren Erfahrungen zu berichten. Mich hat extrem überrascht wie gut der Koordinator mit mir deutsch gesprochen hat. Ich mein für das, dass ich ziemlich wahrscheinlich die einzige deutsche Schülerin zu der Zeit dort bin :D. Und so viele Internationals gibt es dann auch wieder nicht, die sich das Upper Hutt College aussuchen und aus Deutschland kommen. Wir haben den ganzen Tag gequatscht und uns über Unterschiede in den deutschen und neuseeländischen Schulen unterhalten. Am Abend bin ich total müde, aber mit voller Vorfreude auf Neuseeland ins Bett gegangen.




Beim Ausfüllen von Unterlagen

Die Schülerin zu der ich schon länger Kontakt hatte, der Koordinator und Ich


Dann kamen Ende März die Unterlagen für die Gastfamilie. Und ich musste wieder zur Stift (korrigiere das macht man ja heute mit Tastatur :D )greifen und schreiben, schreiben, schreiben,… Das hat mir aber auch ziemlich viel Spaß gemacht, denn die Unterlagen bestanden nicht nur aus Formularen, die man ausfüllen sollte, sondern man durfte auch selbst aktiv werden. Ich schrieb Briefe über Hobbys, meine Familie, Freunde eigentlich über mein ganzes Leben in Deutschland. Und zur Veranschaulichung gestaltete ich ein kleines Fotobuch. 


Nach einer längeren „Ruhephase“ habe ich dann Anfang September meinen Hin-und Rückflug nach Neuseeland gebucht. Und meine Eltern haben beschlossen, dass sie mich in Neuseeland abholen wollen. Und nicht nur das. Sie haben auch entschieden, dass wir noch eine gemeinsame Rundreise über die Nord-und Südinsel machen. Das fand ich unheimlich toll, denn so hab ich auch die Möglichkeit die Südinsel (auf der ich ja nicht wohne) näher kennen zu lernen und auch meinen Eltern zu zeigen wie schön Neuseeland doch ist. […]

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