Donnerstag, 5. Februar 2015

1. Schulwoche completed

Ja so schnell kann eine Woche rum gehen, wenn sie aus einem Ferientag (Montag) und einem Feiertag (Freitag) besteht :D Ich habe so wahnsinnige viele Menschen kennengelernt, gelernt mich in der Schule zurechtzufinden, auch ohne Buddy, und begriffen, dass ich viel mehr kann, als ich eigentlich gedacht habe.


Einfach war’s definitiv nicht. Das wollt ich nur mal so vorweg sagen. Nachdem ich am ersten Tag doch eher fast komplett orientierungslos durch das Schulgelände geirrt bin und vergeblich versucht habe meinen Buddy zu finden, wurde das zum Ende der Woche hin echt besser. Naja leider nur das Raum finden. Meine Buddy war irgendwie nicht wirklich der richtige für mich. Ich bekomme jetzt einen Neuen, leider dauert das noch bis Dienstag. Klar geht auch alles ohne Buddy.  Ihr könnt sehen, dass ich eigentlich mehr oder weniger auch selbst klarkomme, aber gerade so in den ersten Tagen, wäre ich echt froh gewesen, wenn ich jemanden gehabt hätte, der für mich da gewesen wäre.

In Outdoor Education haben wir ernsthaft eine Stunde (60 min)damit verbraucht zu diskutieren, wie man am besten über ein gespanntes Seil kommt, dass sich etwa 1,10m über dem Boden befindet. Ja wirklich und damit nicht genug. Wir haben sogar Arbeitsblätter dazu bekommen :D Das nenne ich mal einen Unterricht :D Das Verhältnis Lehrer- Schüler ist hier total entspannt und echt cool. Ich finde es immer noch echt beeindruckend wie so was gehen kann, obwohl es mega strenge Regeln gibt und man jede Mal, wenn man gegen irgendeine verstößt darauf hingewiesen wird.  Heute ist einer aus meiner Form Klasse einfach hinter meinen Lehrer gegangen und hat ihn massiert und das ohne zu fragen. Er hat einfach damit angefangen. Beschwert hat sich der Lehrer nicht :D. Das wär in Deutschland undenkbar. Andere Lehrer reden mit uns Schülern über ihr Wochenende oder albern einfach nur mit uns rum. (Ballspielen im Klassenzimmer, Handyklauaktionen, Selfies machen,...) Das ist doch echt richtig genial. Ich glaub mein absolutes Lieblingsfach wird hier Musik. Ich habe nämlich nicht nur einen echt kleinen Kurs, sondern auch eine wirklich nette Lehrerin. Musik soll hier einer der schwersten Kurse sein (erkärt warum er so klein ist), aber davon habe ich bis jetzt noch nichts gemerkt. Ich bin hier ein ziemlicher Überflieger genau wie in Mathe. Das finde ich auch mal ein echt tolles Gefühl, wenn keiner aus dem Kurs die richtige Antwort weiß und der Lehrer dich dran nimmt und du genau das sagst, was er wissen möchte :D *Unglaublich* vor allem so als Internrational. Nur in Physik tu ich mir momentan noch echt schwer. Das liegt vor allem an meinem fehlenden Physik-Englisch-Vokabular und daran, dass mir einfach nicht ganz klar wird, was in den Fragen verlangt wird. Nicht weil ich das alles nicht kann , sondern weil ich eher keinen Plan habe, was manche Wörter in den Aufgabenstellung bedeuten sollen und ich deshalb nicht so ganz weiß, was ich machen soll. Ich bin mir aber sicher auch das wird mit der Zeit besser. Und wofür gibt es Lehrer, die mit Händen und Füßen einem helfen zu verstehen, was gefragt wird.

Die größte Herausforderung war heute aber definitiv der Feueralarm. Wir saßen gerade in Englisch und mussten Kurzvorträge halten. Ja da bin ich noch nicht mal eine Woche hier, da muss ich schon Vorträge halten. Der Lehrer hat jedem ein Thema vorgegeben über das wir 45 Sekunden irgendwas erzählen sollen. Vorbereitungszeit gab es nur ganz ganz ganz wenig. Mein Thema war Fußball, denn der Lehrer meinte, da hätte ich Deutsche bestimmt viel zu sagen :D Kurz bevor ich dran kam ging eine Alarmglocke los (zum Glück :D), die sich ziemlich ähnlich anhörte, wie hier der Ton für das Ende einer Schulstunde. Ich habe erst nicht verstanden, was das ist. Aber nachdem alle alles liegen und stehen ließen und rausliefen war klar, dass das wohl doch was Ernsteres sein muss. Doch was tun bei einem Feueralarm? Klar in Deutschland wüsste ich Bescheid, aber hier hat mir leider niemand erzählt, wie ich mich zu verhalten habe. Im Hintergrund hat man nur die Feuerwehrsirenen von nahenden Feuerwehrautos und den immer noch extrem schrill klingenden Feueralarm gehört. Ich bin dann einfach allen anderen hinterhergelaufen. Durch viel nachfragen habe ich erfahren, dass man sich in seiner Form Klasse zusammenfinden soll. Doch wie finde ich diese bei 1200 Schülern, die in ihrer Uniform alle gleich aussehen und zudem ziemliche Chaos herrscht? Zum Glück war in Englisch ein total nettes Mädchen, dass ich wieder getroffen habe und das mir beim Suchen geholfen hat. *Puh* Glück gehabt. Später hat sich herausgestellt, dass es nur ein Fehlalarm war und jemand versehentlich das Alarmkästchen eingeschlagen hat und so den Alarm auslöste. Ich bin trotzdem echt stolz auf mich, da ich meine Klasse gefunden habe und nicht wie die anderen Internationals irgendwo planlos stehend von Lehren aufgesammelt werden musste :D

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