Donnerstag, 12. März 2015

Outdoor Education Trip 1

Am Montag fand für mich keine Schule statt und es hieß Rucksack packen und los geht’s.

Natürlich muss man am Wandertag beim Bergsteigen keine Schuluniform tragen. Das ist jedem klar und ich war darüber echt mal froh. Einen Tag ohne ist echt was Schönes. Als ich in der Schule ankam, wurde ich sofort von einer Aufsichtsperson angesprochen. Warum ich denn keine Schuluniform trage? Wie ich heiße? Was ich mache? Welche Klasse?,… Diese Aufsichtspersonen, die dich von oben bis unten abchecken, sind mir noch nie davor aufgefallen. Erst wenn sie dich wirklich persönlich ansprechen, wird klar: sie existieren. 

Ich habe am Anfang das Ganze mit dem Wandertag ziemlich gechillt gesehen so nach dem Motto „Auf lass wandern gehen“ „Klassenausflug los geht’s“. Doch irgendwie sahen die das hier nicht so locker und haben, dass ziemlich ernst genommen. Da es morgens ziemlich geregnet hat, habe ich mich dazu entschlossen eine lange Hose angezogen. Fehler Nummer eins, was sich später rausstellte. Und ich habe meine grüne Softshelljacke in meine Tasche gepackt. Fehler Nummer zwei.  Wir standen alle an unserem Treffpunkt im Kreis und wurden auf Material abgecheckt. Ich mit meiner langen Hose und Softshelljacke wurde sofort rausgezogen und wurde gebeten mich doch bitte um zuziehen. Mein erster Gedanke war: „nicht eurer ernst oder?“ Doch das war bitterer Ernst. Lange Hose geht nicht, da es ja geregnet hat und diese sich bei Regen vollsaugt und schwer wird. Also weg damit und eine kurze Hose an. Leider gab’s hier im Sportoffice nur so styliche gelbe mit lila Streifen :D Ich sah hammer aus, das könnt ihr euch vorstellen. Doch was war an der Softshelljacke falsch? Das Problem an den Jacken ist, dass sie sich mit Regen vollsaugen und dann ab einem gewissen Grad nicht mehr Wasserdicht sind. Nichts war’s. So bekam ich eine richtige Multifunktionswanderjacke von der Schule. Schlecht war sie nicht, nur ein kleines bisschen zu groß. Das mit der kurzen Hose und der Jacke hat mir noch nie jemand davor gesagt, aber hey ich bin jetzt schlauer und das nächste Mal passiert mir das nicht :D

Irgendwie wurde das ganze immer ernster und als dann zwei Bergführer eingetroffen sind, habe ich mir nur gedacht, dass das doch nicht wirklich sein kann. Wir sind in kleine Busse eingestiegen und zum Berg Belmond gefahren. Er ist nicht so weit entfernt und ziemlich in der Nähe vom Nachbarort Lower Hutt. Dort angekommen hat jeder eine Landkarte bekommen und die durften wir den ganzen Tag nicht mehr aus der Hand legen. Das große Ziel des Ausfluges war es, nur anhand der Karte sich zu orientieren und anhand von Anhaltspunkten wie Flüssen, anderen Bergen, Zäunen, Häuser, weit entfernte Straßen,… exakt zu bestimmen, wo man sich gerade befindet. Das ist echt nicht so einfach und am Anfang war ich damit ziemlich überfordert. Irgendwie habe ich am Anfang nicht so ganz mitbekommen, wo wir starten und habe dann als ich dem Bergführer zeigen sollte, wo ich mich befinde mal so ziemlich weit danebengelegen. Ich glaube, der hat mich für ziemlich dumm gehalten. Erst falsche Klomatten und dann noch null Orientierungssinn. aber das ist in einer Gegend, die man nicht kennt nicht so einfach. Wenn dir jemand erzählt du sollst die Karte nach dem Wasser ausrichten und ich steh nur so da: „Wo ist denn bitte Wasser? ich seh nix.“ Klar Einheimische wissen, hinter welchem  Berg es sich befinden sollte.

hier ist es :) Erst auf dem Gipfel wurde mir klar,
wie ich meine Karte nach dem Wasser asrichte :)
Wir sind in zwei verschiedenen Gruppen gewandert. Die erste ist die eine Seite vom Berg hochgelaufen und die zweite die andere. Der ursprüngliche Plan war, dass man sich zum Lunch oben auf dem Berg trifft. (Als Lunch wird hier das Mittagessen bezeichnet, was ungefähr wie das Vesper in der Schule in Deutschland ist. Und meistens aus einem Sandwich, Chips und andrem Süßkram besteht) Meine Gruppe war aber schneller und so waren wir schon wieder am Aufbrechen, als die andere Gruppe eintraf. 
Endlich angekommen am Berggipfel :)
Totz Regenwolken eine tolle Aussicht


So insgesamt kann ich sagen, dass ich im Endeffekt über meine kurze Hose ganz froh war, auch wenn ich am Anfang ein bisschen gemosert habe, weil es so kalt war. Die Wanderwege an sich, waren anspruchsvoller als ich gedacht habe. So was wäre in Deutschland nie ein Lehrer mit seiner Schulklasse gelaufen. Für mich war alles gut zu bewältigen, auch wenn es ziemlich steile Abschnitte gab und ich mich am liebsten nach Hause sofort nach Hause gewünscht hätte. Doch dank dem vielen Sport den ich hier mache, bin ich fit wie noch was. Nicht für alle war der Berg gut zu bewältigen und ich hatte so das Gefühl, dass es für mache zu anspruchsvoll war und sie das nur mit ach und krach gerade so geschafft haben. Ich glaube, ich bekomme das jetzt mitlerweile richtig gut hin mit dem Kartenlesen. Das ist echt nicht so schwer, wenn man ungefähr eine Ahnung hat, wo man gestartet ist :D
Der nächste Trip findet nächsten Montag statt und ich freue mich schon wahnsinnig darauf. Wir werden zwei Tage unterwegs sein und in einer Hütte übernachten. Ich hoffe das Wetter spielt, dann ein bisschen besser mit :D

P.S. Ich habe momentan so viele Sachen über die ich unbedingt schreiben will, aber mir fehlt einfach die Zeit dazu.

Kommentare:

  1. Hallo Barbra,
    die Bilder : traumhaft!!
    Bei der Wanderung wäre ich auch sehr gerne dabei gewesen!
    Siehst Du, das harte Fechttraining ist doch noch für was gut!
    Danke, dass Du Dir so viel Zeit nimmst, uns von Deinen Erlebnissen zu schreiben. Liebe Grüße

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  2. Polypro/ Thermals/ skiunterwäsche mit Shorts obendrüber ist die beste Variante (haben wir zumindest gelernt:)) sieht Mega stylisch aus natürlich aber ist wirklich gut!!! :)

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  3. Vielen Dank für den Tipp :) und ja das hat wirklich richtig style

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