Sonntag, 10. Mai 2015

Prinz Harry und die Freundlichkeit der Neuseeländer

Nach dem Cheerleading Training am Samstag sind eine Freundin und ich nach Wellington gefahren. Das Wetter war einfach perfekt und da mussten wir einfach raus und was erleben. Erlebt haben wir definitiv einiges und meine Liste an berühmten Persönlichkeiten, die ich live gesehen habe, hat sich um eine erweitert. Prinz Harry <3



Das erste große Ziel in Wellington war Subway. Ja Cheerleading macht ganz schön hungrig und das hatte ich mit einem Sandwich und Apfel doch etwas unterschätzt :D Nach der Stärkung sind wir zum Wellington Underground Market gegangen. Hier gibt es echt alles: selbstgemachte Kleidung, wunderschöne Kerzen, alte Gegenstände, handbemalte Teller und Tassen, selbstgestaltete Karten, Tischdecken, Schmuck, eine Ecke mit Essen und sogar Handleser, Wahrsager und Portraitzeichner konnte man hier finden. 







Ich fand den Markt wirklich wunderschön. Und hätte ich mehr Platz in meinem Koffer, hätte ich ganz bestimmt einiges gekauft. Doch das Platz Problem ist immer ein schlechter Gedanke im Hinterkopf, den man leider nicht ganz ignorieren kann. 

Anschließend sind wir durch halb Wellington gelaufen um Prinz Harry zu sehen. Harry macht momentan eine Rundreise und der erste Stopp in Neuseeland war Wellington. Da wir sowieso in Wellington waren und das wirklich eine einmalige Chance ist, mussten wir da einfach hin.
Die Chance ihn wirklich zu Gesicht zu bekommen war beim National War Memorial am größten und das wussten nicht nur wir. Hier hatte sich schon eine ziemlich große Ansammlung von Leuten gebildet, die fröhlich und voller Spannung auf den Prinzen gewartet haben. Was mich hier total erstaunt hat, war die Freundlichkeit der Neuseeländer. Denn ich, als nicht so große Person habe nicht so große Chancen irgendwas zu sehen. Aber in Neuseeland kein Problem. Man achtet auf andere und hilft sich gegenseitig, dass jeder einen Blick auf den Prinzen bekommt. Und so stand ich relativ weit vorne, obwohl ich erst vor ein paar Minuten angekommen bin. In Deutschland wäre das unmöglich, man müsste Nächte lang auf dem Platz campen, um ganz vorne an der Absperrung zu stehen. 

War Memorial


Als Prinz Harry aus dem Auto stieg gingen Freudenschreie durch die Menge und unzählige Fotos wurden geschossen. Viel gesehen hat man von der ganzen Begrüßung nicht, aber nicht so schlimm, denn Prinz Harry hat sich auch Zeit für seine Fans genommen. Er ist an der Absperrung entlanggelaufen und hat unzählige Hände geschüttelt und für Fotos gelächelt. Auch hier haben mich die Neuseeländer überraschst. Das ganze ließ total friedlich ab. Kein Kampf um das beste Selfie, kein Gedränge und auch kein Gerangel um die besten Plätze am Zaun. Nachdem die Menschen ihr Bild oder einen Händedruck hatten sind sie zurückgegangen, um anderen auch die Chance zu geben Harry zu sehen. Das war richtig richtig nett. Und ich spreche hier nicht von einer Person, sondern von allen. Das ist die faire Lebenseinstellung der Neuseeländer. Vergleiche Deutschland. Hier hätten die Menschen mit Händen und Füßen ihren Platz am Zaun verteidigt und selbst wenn sie ihre Unterschrift oder was auch immer hätten, wären sie am Zaun stehen geblieben, denn es könnte ja sein, dass man noch ein besseres Bild bekommt. Ich habe es leider nicht ganz nach vorne geschafft um ein perfektes Bild zu bekommen. Eine total nette Frau hat mir dann angeboten ihr Bild an mich weiterzusenden. Und das war noch viel freundlicher. Es war einfach das perfekte Bild. Und in Neuseeland wird es mit einem Lächeln weitergegeben, damit es jeder hat, der es haben möchte. 
Vielen Dank für dieses Foto Nikki :D






An diesem Tag habe ich ganz viel gelernt, dass es nicht wichtig ist, das perfekte Bild zu bekommen und ganz vorne am Zaun seinen Platz zu verteidigen. In Neuseeland herrscht unglaubliche Fairness, jeder ob groß oder klein, hat eine Chance. Ich konnte fast meinen Augen nicht glauben, als die Leute, die ein Bild hatten vom Zaun zurück getreten sind, um andere vorzulassen. Das ist hier Lebenseinstellung und für mich ein Punkt Neuseeland noch mehr zu lieben, als ich es eh schon tue. 


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